Montag, 28. Mai 2012

Schulausflug Pretoria Zoo 23.05.2012

Wie man sieht ist es noch dunkel, als wir losfuhren und es war auch dunkel als wir wieder Heim kamen.

Vor dem Union Building mit den Japanern

Auch vor dem Union Builiding. Der Mann ganz rechts ist der stellvertretene Schuldirektor Charles.


Unser schoene Bus ;) Davor laeuft Davis.




Essemsausgabe im Zoo. Auf einer Wiese, die Staedte haben ein bisschen bloed geguckt. Fuer Leute vom Land ist es normal, die koennen sich kein anderes Essen leisten.

Yam,yam,yam da wird der Pap und das Huehnchen reingeschoben. Natuerlich mit den Haenden.

Da bestaunen die Kinder gerade ein paar Hippos.

Man koennte meinen der Bus waere leer. Ist er aber nicht, er ist voll mit kleinen gelb-blauen Zwergen :D

Hier dachten die Lehrer das waere ein Zebra bis ich sie dezent darauf hingewiesen habe, dass dies kein Zebra sei, denn ein Zebra hat ueberall schwarz-weisse Streifen und sieht eher aus wie ein PFerd. Wie dieses Tier heisst, habe ich leider vergessen.

Der Koenig der Tiere :)

Da staunen sie die kleinen Zwerge. Meistens waren sie sogar zu klein und konnten nicht ueber die Absperrung gucken.

Ach ja die Hippos. Richtig gross diese Tiere.

Davis und ich in der Seilbahn.

Krokodile gab es auch.

Mam Grennie, ein paar Schueler und ich.

Ueberfall der kleinen gelb-blauen Zwerge. Abends um 8, an einer Raststaette an der Autobahn.


Früh morgens am Center:
4 Uhr morgens, der Wecker klingelt.
Wow, es ist kalt und zu früh. Alter ist es kalt, vielleicht so um die 5 Grad.
Schnell was anziehen, na toll Winterjacke gibt es nicht. Top, Jacke, noch einen dicken Pullover drüber, ach ja und das Tuch nicht vergessen.
Na super, immer noch kalt.
Jetzt aber zackig noch einmal auf die Toilette, ist gleich halb 5, dann geht es los.

Viertel vor 5 immer noch kein Abholer in Sicht, die Hände sind schlimmer als Eiszapfen, obwohl das Haus eigentlich Schutz geben sollte.
So langsam wird es knapp, normalerweise soll der Bus um fünf an der Schule abfahren, die ca. 5 km entfernt liegt.
5 Uhr… immer noch keiner da.
20 nach 5. Aha da ist ja der Abholer. Draußen ist es noch kälter. Wo sind die Wintersachen?
Es ist dunkel, kaum etwas zu sehen. Ah da ist ja die Schule und der Bus ist auch noch da.

Noch früher morgens  bei einer Familie in Kgautswane:
1 Uhr nachts. Das Baby schreit, ihm ist kalt und es hat Hunger.
Schnell füttern…
2.30 Uhr der Wecker klingelt zum Aufstehen.
Es ist kalt, zu kalt. Das Haus ist nicht isoliert.
Auf die Toilette, draußen, ganz hinten am Ende auf dem Gründstück. Noch kälter, die Zähne klappern. Die Kälte tut schon weh.
Das Kind hustet und hustet, ah es ist auch wach.
Es beschwert sich, es ist zu kalt, es hat Hunger.
Nichts zu essen, keine Wintersachen, die Toilette ist draußen, Badezimmer gibt es keines. Zähneputzen und waschen in einer Wanne mit nicht fließendem kalten Wasser.
Das Baby einpacken, auf den Rücken binden. Noch eine Decke herum binden. Es ist zu kalt.
Schnell noch das Kind packen. Oh, es gibt noch eine Mütze. Hier setze die Mütze auf.
3.30 Uhr. Wir müssen losgehen.
Baby auf dem Rücken, Kind an der Hand.
Es ist zu kalt, es ist dunkel. Keine Straßenlaterne, keine Taschenlampe.
Noch 5 km  zu laufen, hoffentlich schaffen wir es pünktlich zum Bus.

5.30 Uhr an der Legoleng Primary School im Bus:
Nachdem Jeanett mich um 20 nach fünf am Center abgeholt hat und ich halb erfroren bin, sitze ich nun im Bus.
Ein alter Bus, kein Reisebus. Die Kinder und die Lehrer hatten wenigstens in einen Klassenraum sitzen können, um sich wenigstens ein bisschen vor der Kälte zu schützen.
Da kommen sie. Die Mütter stehen, mit ihren Babys eingewickelt in Decken auf dem Rücken am Bus und winken ihren Kleinen zu. Wünschen ihnen einen tollen Tag und freuen sich, dass sie ihnen diese Fahrt, die ca. 19 Euro kostet ermöglichen konnten.
Die kleinen Kinder (Klasse R – 3) stürmen in den Bus. Sie sitzen zu dritt auf einer zweier Bank bzw. zu viert auf einer dreier Bank. Während sich die Lehrer zu zweit auf eine dreier Bank setzen.
Die Kinder haben nur ihre Schuluniform an, also Hose, Hemd und Strickjacke. Dazu haben manche noch eine Mütze oder Handschuhe, während sich die Lehrer, die T-shirt, Jacke und dicke Winterjacke sowie Mütze und Handschuhe tragen noch in schöne Baumwolldecken einhüllen.
Die großen Boxen mit Pap, Hähnchen und Kohl werden auch noch eingeladen. Oh es werden sogar ganz viele kleine Chipstüten eingeladen und kleine Saftflaschen.
Zusammengepfercht zittert jeder auf seinem Platz und hofft das es bald wärmer wird.
Ich sitze ans Fenster gedrückt. Mein rechter Arm friert ab, denn die Scheiben sind eisig kalt und ich bin müde, ein bisschen genervt, dass Jeanett so spät kam.
Dann um ca. 5.45 Uhr geht es endlich los.
Der Bus hat natürlich keine Heizung, die Fenster sind nicht dicht. Es zieht, als wären alle Fenster offen. Zwischen durch muss der Busfahrer auch während der Fahrt die Tür öffnen, weil die Frontscheibe beschlägt. Es gibt keine Lüftung.
Mit diesem Bus wollen wir also 6 Stunden nach Pretoria fahren.
Dann fingen die 75 Kinder lauthals an zu singen. Das zog sich dann auch relativ lange über die ganze Fahrt. Habe immer noch ein Ohrwurm von den Liedern ( Jeeebooo, je je jeboooooo).


2 Stunden später. Der Bus hält rechts an, an der Autobahn. Alle 75 Kinder stürmen aus dem Bus. Eine Lehrerin steht draußen weist die teilweise 4 jährigen Kinder an nicht auf die Straße zu laufen und verteilt Klopapier.
Da sitzen also 75 Kinder am Rand der Autobahn und müssen mal.

Um 9 Uhr halten wir an einer Raststätte. Die Lehrer und ich gehen in der Raststätte auf Toilette. Die Kinder müssen im Bus warten.
Die, die schon wieder pinkeln müssen, dürfen sich wieder auf den Rasen stellen. Aber nicht auf die Toilette.
Es wird Frühstück ausgeteilt. Jedes Kind bekommt ein Brot und einen Saft.

Um ca. 12 Uhr sind wir in Pretoria angekommen. Sind zuerst zum „Union Building“ gefahren.
Das „Union Building“ war aber nicht die Hauptattraktion.
Die Kinder und vor allem unsere Mam Grennie, die wie meistens ein traditionelles Gewand trug waren unwissentlich viel interessanter als das Gebäude.
Eine Gruppe von Japanern, die eigentlich gerade das Gebäude fotografierten, freuten sich und haben sich dann die Kinder und Mam Grennie als neue Touristenattraktion ausgesucht.
Die Kinder wurden munter fotografiert und vor allem auch Mam Grennie. Die hat sich gefreut wie ein Schneekönig, aber hat glaube ich nicht verstanden, warum genau die Japaner alle Fotos mit ihr machen wollten.
Die Kinder waren etwas verstört und verängstigt, als die Japaner sich einfach immer zu ihnen stellten, sie an die Hand nahmen und umarmten, als wären sie Wachspuppen.

Ca. 13 Uhr Ankunft am Zoo in Pretoria.
Die Leute haben mal wieder geglotzt und geglotzt, warum ich als ein weißes Mädchen mit einer Gruppe schwarzen Afrikanern unterwegs bin.
Manche guckten neugierig, manche irritiert und manche verständnislos.

Der Zoo selber war eigentlich ganz okay, aber den Osnabrücker Zoo in Deutschland finde ich trotzdem schöner. Vor allem haben wir da einen schönen großen Spielplatz.
Aber es war okay. Die Kinder haben große Augen gemacht, als sie die Elefanten und all die anderen Tiere sahen, die ja eigentlich zu ihrer Heimat gehören.
Es gab auch Farmtiere. So etwas wie Esel, Kühe, Hühner und solche Tiere. Da waren sie dann etwas erstaunt, warum die denn hier in Käfigen gehalten werden, schließlich laufen die in Kgautswane ja auch frei herum J.

Es gab auch eine Seilbahn. Keine Ahnung wer auf die Idee kommt, in einem Zoo eine Seilbahn zu bauen, aber es gab ja auch Golfkarts zum herumfahren. Die Afrikaner sind wirklich faul!
Ach ja, es ist doch immer wieder lustig mit meiner Schule irgendwo hinzufahren.
Mit Großstadt kommen sie manchmal einfach nicht so klar, aber es ist meistens niedlich und lustig J.

Um ca. 17.30 / 18.00 Uhr haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht.
Unterwegs haben wir noch an einer Raststätte angehalten. Die Kinder haben jeder 17 Rand bekommen und durften sich dafür Süßes aussuchen.
Sah sehr lustig aus, als 75 kleine blau-gelbe Zwerge um ca. 8 Uhr abends den Tankstellenshop stürmten J.

Die Rückfahrt war lang uns so bald die Sonne weg war, war es auch wieder lausig kalt. Man, habe ich wieder gefroren.
Ich war um viertel nach 12 in Kgautswane am Center und um halb 1 nachts, bin ich dann endlich in meinem Bettchen angelangt.

Die Kinder wurden von Müttern, Vätern oder älteren Geschwistern abgeholt. Alle in Decken eingepackt, mussten sie wieder durch die Nacht laufen. Manche wieder die 5 km zurück nach Hause.




Samstag, 19. Mai 2012

Da huepft sie mal eben von einer 216m Bruecke

Ein Foto kann ich dann ja auch mal zum Urlaub reinstellen..und ein bisschen angeben :P

Mittwoch, 16. Mai 2012

Da sind doch mal eben der Hannes und der Manuel vorbeigeflogen...

Ja ja ich weiß, es ist schon wieder eine ganze Weile her seitdem ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe.
Entschuldigung, aber ich war auch beschäftigt.
Über den Urlaub hatte ich ja zwischendurch schon einen kleinen Eintrag verfasst und das andere könnt ihr ja bei Julia, Amelie und Frederike lesen.
Daher schreibe ich jetzt nicht noch einmal über den Urlaub.

Nach der Rückfahrt von Kapstadt nach Johannesburg, die ca. 20 Stunden gedauert hat, war ich erst einmal bei Alys.
Alys ist eine bekannte von Mama Clara und bei der habe ich von freitags bis sonntags übernachtet, da ich ja am Sonntag Hannes und Manuel abholen wollte.
Ich war ziemlich nervös und aufgeregt bei Alys zu schlafen, wir hatten zwar bevor wir nach Port Elizabeth aufgebrochen sind schon eine Nacht dort verbracht, aber diesmal musste ich ja alleine da hin.
Das Haus ist der Wahnsinn, mit eigenem Tennis- und Basketballplatz und Swimmingpool lässt es sich dort schon gut aushalten.
Wirklich auch die Einrichtung, richtig cool.
Aber ich war ja alleine und die können ja nur Englisch, deshalb hatte ich schon ein bisschen Angst.
Den Freitag habe ich dort eigentlich die meiste Zeit nur geschlafen.
Ich hatte ein schönes Gästezimmer mit eigenem angrenzendem Bad. War sehr entspannend ein Zimmer mal wieder ganz für sich alleine zu haben.
Das Badezimmer war auch schön, mit Badewanne und Dusche.
Abends habe ich dann mit ihnen zu Abend gegessen, mich unterhalten, ein bisschen was rausgesucht, was ich mit Hannes und Manu in Johannesburg machen kann und Fern geguckt.
Samstag war ich morgens bei Wendy und habe dort geholfen Spenden zu verladen, denn Wendy wollte den nächsten Tag nach Kgautswane fahren.
Mittags und abends waren wir Essen mit Bekannten von Alys.
Ich hatte meine anfängliche Schüchternheit ein bisschen abgelegt und daher haben wir uns gut unterhalten.
Dann kam auch schon der Sonntag und Alys hat mich wieder zu der Gautrain Station gebracht.
Von da habe ich mich dann mit meinem ganzen Gepäck auf zum Flughafen gemacht.

Etwa eine Stunde stand ich vor dem Gate aus dem sie kommen sollten. Die Leute hatten mich schon alle komisch angeguckt und dachten ich wäre falsch. Denn dort war ja die Ankunft und mit meinem ganzen Gepäck sah ich eher so aus als würde ich wegfliegen wollen.
Hatte mir schon ein bisschen Sorgen gemacht, aber letztendlich kamen dann doch zwei bekannte Gesichter aus dem Gate J.

Von da ging es dann gleich zur Autovermietung.
Irgendwie konnte ich es noch gar nicht realisieren, dass die zwei nun wirklich da waren.
Aber es war gleich so wie immer, jedenfalls kam es einem zu anfangs so vor.
Sie waren etwas müde, aber nach so einem langen Flug ja auch verständlich.
Hannes wurde dann auch gleich mit Englisch konfrontiert, denn die Dame bei dem Autoverleih hat natürlich Englisch gesprochen.
Ich kannte mich ja schon ein bisschen besser aus und konnte daher behilflich sein, so wie ich es feststellen konnte, war Hannes auch ganz froh darüber, dass ich ihm helfen konnte.

Ein kleinen roten Flitzer haben wir bekommen, ein Lightning McQueen Auto wie mein kleiner Neffe Lars jetzt sagen würde.
Wir mussten auch alle sofort an ihn denken, als wir das Auto erblicktenJ.
Ich war auch als Fahrer eingetragen, wir mussten zwar ordentlich extra zahlen, da ich ja noch nicht 21 bin, aber auch da hat es sich meines Erachtens gelohnt.
Denn ich bin ja auch schon zuvor im Urlaub gefahren, sodass ich mit dem linksseitigen Straßenverkehr problemlos klar kam.

Nach leichten Navigationsschwierigkeiten haben wir dann auch unser Hostel gefunden „Bob’s Bunkhouse“.
Ich fand es eigentlich ganz süß und nett, war aber auch schon nach meinem dreiwöchigen Urlaub an das Hostelleben gewöhnt.
Ich weiß nicht, aber ich glaube für Manu war es nicht so einfach. Hannes hat sicher schneller angepasst.
Wir schliefen immerhin mit 10 Leuten in einem Raum und hatten nur ein Badezimmer, was sowohl für Männlein und Weiblein war.

Im Hostel angekommen, haben wir alles erst einmal beschnuppert und natürlich auch uns gegenseitig…nein quatsch, aber na ja nach 7 Monaten ist es schon manchmal ein bischen merkwürdig.
Hannes und Manuel, ja ich eigentlich auch konnten es noch gar nicht glauben, dass sie nun wirklich in Südafrika waren.

Ich hatte schon was rausgesucht, was wir machen konnten. Ein paar Museen. Das Problem war nämlich, dass die meisten Museen am Montag geschlossen haben, daher mussten wir dann gleich los, damit wir den Sonntag noch für ein Museum nutzen konnten.

Wir haben uns dann für das „Museum of Africa“ entschieden, denn das war nicht so weit entfernt und ich war auch noch nicht dort.
War in einer ziemlich verlassenen Gegend. Hannes und Manuel hatten ein bisschen Angst. Aber ich kann es ihnen nicht verdenken, ein bisschen unsicher war ich mir auch, denn es war ja auch für mich das erste Mal ohne Begleitschutz in Johannesburg.
Normalerweise hatten wir ja immer irgendwen dabei Wendy, Alys oder Andy.
Aber es ist alles gut gegangen.
Das Museum war ziemlich leer, besser gesagt wir waren zu Anfang die einzigen.
Zum Glück hat es kein Eintritt gekostet, denn es war nicht gerade ein super spannendes Museum. Es war auch nicht sehr interessant hergemacht.
Aber für umsonst war es dann doch ganz okay. Das Gebäude war schön J.

Danach haben wir uns dann auf die Suche nach einem Einkaufsladen gemacht, allerdings haben wir uns dann für den nahe des Hostels entschieden und da das irgendwo ein bisschen außerhalb von Joburg liegt, hatte der Supermarkt natürlich sonntags zu.
Halb so schlimm, haben wir uns halt etwas zu trinken an der Tankstelle gekauft.
Nachdem wir uns kurz im Hostel ausgeruht hatten, ging es dann auch schon wieder los.
Ich wollte die beiden zu Monte Casino entführen. Das ist die Stadt in einem Haus, da waren wir auch als wir über Weihnachten in Johannesburg waren.
Ich hatte ihnen auch nicht zu viel versprochen, sie waren genau so wie ich damals ziemlich beeindruckt J.
Da haben wir dann ein bisschen rumgeguckt und zu Abend gegessen.
Es war ein anstrengender Tag, gerade für Manu und Hannes, aber ich war auch ziemlich müde, deswegen ging es danach wieder nach Hause und ab ins Bettchen.

Bis 9 Uhr gab es Frühstück von daher war nichts mit ausschlafen, aber das machte nichts denn wir wollten ja eh los und uns was anschauen.
Ich hatte nämlich doch noch ein Museum gefunden, welches auch an einem Montag geöffnet hat.
Das Museum „Cradle of Humankind“.
Es lag ca. eine Stunde von Johannesburg entfernt, aber ich hatte darüber schon mal in Deutschland was bei Galileo gesehen und war daher ziemlich gespannt es nun auch selbst besuchen zu können.
Zunächst haben wir uns aber die Sterkfontein Caves angeschaut, diese waren nämlich auch als Cradle of humankind ausgezeichnet und deswegen sind wir da zufällig hingekommen, denn wir dachten das wäre das Museum.
War aber auch sehr spannend zu sehen.
Von da sollte es dann eigentlich zum Museum, allerdings haben wir uns verfahren und sind in die entgegengesetzte Richtung gefahren.
Der Umweg hatte sich aber gelohnt, denn wir sind an einem Naturreservat für Nashörner und Löwen vorbeigekommen und haben per Zufall auch zwei Löwen am Straßenrand gesehen.
Schließlich haben wir dann auch endlich das Museum gefunden und das war wirklich toll.
Richtig gut gemacht.
Also auch ein schöner Tag, der mit einem Abendessen in einer Shoppingmall zu Ende ging.

Dienstag ging es dann früh morgens los… auf nach Kgautswane.
In Kgautswane vergingen die Tage dann auch wie im Flug, jedenfalls für mich.
Ich habe ihnen die Gegend gezeigt, meine Schule, wir waren in Mapharaphara, die haben während ich arbeiten die Panorama Route gemacht und wir waren zusammen in Burgersfort und in Pilgrems Rest.
In Mapharaphara wollte ich ihnen eigentlich einen „Baobab Tree“ zeigen, das ist ein religiöser Baum.
Ich hatte selber noch keinen richtigen gesehen und in Mapharaphara war ich auch noch nicht.
Leider wurde uns nicht erlaubt, dort rum zulaufen und zwar vom dortigen Chief. Es war nicht sehr schlau gewesen ohne Mama Clara dahin zufahren, denn die hätte das bestimmt regeln können.
Aber da haben Hannes und Manu wenigstens auch wieder ein Stück südafrikanische Kultur mitbekommen.
Dann waren wir noch im Kruger Nationalpark.
Ich fand es super. Klar eigentlich kennt man die Tier ja schon aus dem Zoo, aber sie freilaufend zu sehen ist doch noch mal etwas anderes.
Und ein Elefant hätte auch fast unser Auto zermalmt, da wünscht man sich dann manchmal doch den Zaun wie im Zoo, der einen beschützt.
Aber alles gut gegangen.

Ich hoffe den Jungs hat es gefallen. Ich fand es eigentlich sehr gut das sie da waren auch wenn ich als ich von Hannes Plan hörte hierher zu fliegen zu erst ein bisschen skeptisch war.
Erst dachte ich, dass ich für mich das Jahr dann nicht geschafft hätte. Also die von mir selbst auferlegte Prüfung ein Jahr ohne zu Hause auszukommen.
Aber dann hab ich mir gesagt, dass es kein mogeln ist, denn erstens sind es ja nicht meine Eltern, die vorbeigekommen sind, sondern Freunde und zweitens habe ich dann wenigstens zwei Leute zu Hause sitzen, die wenigstens ein kleines bisschen nachvollziehen können von was ich spreche und ein Bild vor Augen habe, wenn ich was erzähle.
Außerdem habe ich mich natürlich auch riesig gefreut zwei bekannte Gesichter endlich wieder zu sehen.
7 Monate sind dann doch schon eine gewisse Zeit und ja man vermisst seine Freunde und Familie J.
Aber manchmal muss ich zugeben, war ich auch ein bisschen genervt von den beiden. Sie haben natürlich viele Fragen gestellt über Sachen, die für mich mittlerweile schon selbstverständlich sind. Es ist als ob man zwei kleine Kinder neben sich hat, die einen alles fragen und hinterfragen.
Dabei hab ich erstmal gemerkt, wie sehr ich hier doch schon zu Hause bin und wie gut ich mich eingelebt habe.
Nach einer sehr kurzen Zeit aber fingen die beiden auch an über Südafrika zu urteilen und zu erzählen ja das ist ja so und so hier.
Das hat mich richtig gestört, sie sind zwei Tag da und meinen sie kennen schon Gott und die Welt und können mir Südafrika erklären.
Außerdem beschweren sie sich über Sachen, da dachte ich mir mein Gott typisch Deutsche.
Auch da konnte ich dann realisieren, wie ich mich dann wohl doch schon verändert haben muss, um nicht mehr ganz so deutsch zu denken.
Ergänzend dazu kann ich mir nun auch ausmalen wie schwer es werden wir wieder nach Deutschland zu kommen.
Denn werde ich ja auch wieder mit dem Deutschen Standard konfrontiert und mit ganz vielen Menschen, die mich fragen werden „Und… wie ist Südafrika?“.
Da kann ich nur sagen: „Ja doch… die Landschaft ist ganz schön.“
Mehr kann ich gar nicht sagen bzw. ich habe gemerkt zu näheren Erläuterungen habe ich auch gar keine Lust. Das Problem hatte ich auch bei Manu und Hannes.
Man hat einfach keine Lust mehr darüber zu sprechen, welche Unterschiede es gibt und was man erlebt oder was anders ist.
Denn ich habe festgestellt und ich glaube den anderen Freiwilligen geht es auch so, dass man zwar erzählen kann, was man gesehen und erlebt hat, es sich aber eh keiner Vorstellen kann, wenn man es nicht selber erlebt hat.
Die beliebteste und beste Erklärung bleibt so oder so: „TIA Bro… This is africa!“

So aber nicht das Hannes und Manuel jetzt denken, sie hätten besser nicht kommen sollen.
Nein, nein ich habe mich richtig gefreut, dass sie da waren und möchte mich bedanken, dass sie die lange Reise auf sich genommen haben und sich Zeit genommen haben, um mich hier zu besuchen und ein Stück meines neuen Lebens kennen zu lernen.

Vielen lieben Dank ♥

Ps: Fotos habe ich hierzu leider keine...die haben alle Hannes und Manuel mitgenommen, bei Bedarf muesst ihr euch dann an die wenden oder einfach noch 3 Monate warten und dann koennt ihr sie mit live Erklaerung haben ;)

Montag, 9. April 2012

Kurzer Beitrag aus dem Urlaub...

Halli Hallo Leute!
Bin gerade in einem Internetcafe mit super schnellem Internet..deshalb dachte ich, ich schreibe mal einen kleinen Beitrag.
Bin gerade im Urlaub...am 30.Maerz bin ich ja gestartet.
Heute bin ich in Kapstadt angekommen, vorher haben wir die Garde Route gemacht.
Wir sind Port Elizabeth gestartet und dann ueber Plettenbergbay nach Mosselbai von da dann nach Wilderness und von da zum Cape Agulas von da noch ne Nacht in Simon's Town und von da sind wir nach Kapstadt gefahren.
Waren schon ein paar aufregende Tage..und auch anstrengend, denn in den meisten Hostels sind wir nur eine Nacht geblieben.
Eigentlich ganz cool, immer woanders zu schlafen. Sieht man viel und lernt viele Leute kennen.
Ich bin die ganze Zeit gefahren, alles im allen waren es 1700 km. Ist schon ne Ecke und das alles auf der linken Strassenseite. Aber alles heil geblieben..einmal war es ein bisschen knapp, aber alles doch noch supi gemeistert, EIN DANK an die COOLEN BEIFAHRER!!!
So was habe ich denn so erlebt, gesehen und gemacht auf der Garden Route?
Also die Landschaft ist schoen, viele Berge, aber auch das Meer.
DAs meiste war am Indischen Ozean und jetzt sind wir beim Atlantischen Ozean.
Die Straende...cool, das Meer noch besser, was da fuer Wellen waren...
So ich war in Monkey Island...und in einem Vogelpark..jaha man glaubt es kaum..ich waere auch fast gestroben...denn da gab es auch freilaufende Flamingos und noch schlimmer Voegel wie immer die auch heissen, aber die waren riesig!
DAnn war ich Bungy Jumpen und mit Seeloewen tauchen.
Ach ja und mit Loewenbabys habe ich gespielt und zwei grossen Loeween bin ich spazieren gegangen..richtig suess diese Loewen! Zum knuddeln, aber respekt hat man auch vor denen.
Ausserdem waren wir am Cape Agulas...da wo sich Indischer und Atlantischer Ozean treffen.
DAnn waren wir gestern am Kap der Guten Hoffnung. Da gab es freilaufende Strausse!!!! Ich bin natuerlich im Auto geblieben..die anderen waren so verrueckt und sind sogar ausgestiegen...Zebras haben wir da auch gesehen.
Und wir waren am Pinguinstrand...da konnte man auch einfach bei denen rein, also hautnah miterleben. Habe mich auch getraut, habe aber festgestellt, dass doch sehr viel vom Pinguin einem Vogel oder Ente gleicht und nun doch etwas Angst vor denen...Wahh nicht so toll, aber geschafft habe ich es ;)
kay...hoffe mal, dass ich es irgendwie hinbekomme mal ein paar Fotos nachzureichen...
Ja ich weiss das von meinem Geburtstagskuchen hatte ich auch versprochen. Habe da aber ein Problem und zwar hat Hannes die mit seiner super Kamera gemacht und ich habe kein Programm, das die Bilder anzeigen kann. Regel ich hoffentlich noch und dann stell ich das noch rein. Ansonsten bin ich ja schon fast wieder zu Hause und dann koennt ihr ja bei mir vorbeischauen und ALLE tollen Fotos sehen...und die Geschichten hoeren, wenn ihr moegt!
So alles Liebe aus dem Urlaub...ach ja und FROHE OSTERN!

Mittwoch, 28. März 2012

Durban

Alter was für ein Ausflug.
Ich war drei Tage in Durban mit den Lehrern von meiner Schule.
Max und Hannes waren auch mit.
Mittwoch so gegen fünf oder sechs Uhr nachmittags sind wir losgefahren.
Und Donnerstag gegen 5 Uhr morgens waren wir da.
Das war eine Fahrt. Die Lehrer waren so laut und haben so viel gesoffen, vor allem der Principal der konnte gar nichts mehr.
Eigentlich war es so geplant, dass man ein bisschen schläft, aber leider war das nicht möglich.
Um ca. 3 Uhr morgens musste ich dann noch die letzten 2 Stunden fahren.
Ein Kleinbus, 14 Mann Taxi plus Fahrer.
So ein Auto mal eben zufahren, morgens um 3 Uhr, wenn man selbst ziemlich müde ist. Ja das war schon eine kleine Herausforderung und eine große Verantwortung.
Aber ich habe es natürlich super gemeistert, andererseits würde ich ja sonst nicht diesen Blogeintrag schreiben können.
Donnerstagmorgen sind wir zuerst an den Strand gefahren, waren ja ziemlich früh, also hatte noch nichts auf und in unser Hostel konnten wir auch noch nicht.
War schon richtig viel los am Strand, Surfer, Schwimmer, Radfahrer und Jogger. Alle schon sportlich unterwegs.
Sah aus wie im Fernsehen…also wie in einem dieser Filme von Kalifornien oder so.
Sonne, Strand und ein super schöner Ozean.
Ist übrigens der Indische Ozean
Nachdem Strand haben wir uns was zu Essen gesucht und sind dann zum Hostel gefahren.
Später waren wir dann noch beim Moses Mabhida Stadion.
Da kann man hochfahren auf diese Brücke. Schöne Aussicht, aber das seht ihr ja auf den folgenden Bildern.
Abends gab es dann noch nen Braai im Hostel, also grillen.
Das war auch ganz nett und gemütlich.

Freitag haben Hannes, Max und ich uns abgekapselt und sind auf eigene Faust losgefahren.
Haben ein Taxi gerufen, ist eigentlich recht günstig der Preis.
Wir waren dann in der „U-Shaka Marine World“.
Das ist ein relativ großer Park mit Aquarium und so.
In dem Aquarium waren wir auch, der Eintritt war nur 20 Rand und dafür war es recht groß.
Gab sogar noch eine Delphin und Seelöwen Show umsonst.
Wirklich schön dieser Park…
Danach ging es dann ab zum Athletic Stadion, denn das war ja der eigentliche Grund, weswegen wir nach Durban gefahren sind.
Benny unser Athlet hatte ist in Polokwane weitergekommen und musste nun dort noch mal laufen, 1200 m.
Den 5. Platz hat er gemacht, ist aber dennoch weitergekommen, denn es zählt nicht nur der Platz, sondern auch die Zeit.
Also musste er am Samstag noch einmal laufen. Da war er aber nicht so gut. Ich weiß nicht genau welchen Platz er hatte, aber recht weit hinten.
Na ja dabei sein ist alles und für ihn war das entscheidende ja eigentlich mal aus Kgautswane herauszukommen.
Freitagabend waren wir dann noch in einem Entertainmentcomplex, sah ganz schön aus das Gebäude.
Dort gab es dann ein Casino, ein Kino und viele Restaurants.
War auch ganz okay…Max, Hannes und ich haben auch unser Glück versucht, aber nur so lange gespielt bis jeder seine fünf Euro Einsatz wieder raus hatte.
Nachher gab es dann im Hostel noch ein bisschen Party. Vielleicht auch ein mehr als nur ein bisschen ;).
Tja und Samstag nachdem Benny gelaufen ist, haben wir uns dann auf den langen, langen Rückweg gemacht nach Kgautswane.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass Durban eine schöne Stadt ist, vor allem der Strand und das Meer.
Dadurch, dass Max, Hannes und ich uns abgekapselt haben, haben wir auch ein bisschen was gesehen und Spaß gehabt.
Aber ich werde nie wieder solch einen Ausflug mich Afrikanern machen, jedenfalls nicht mit unseren Lehrern.
Das war wirklich grauenhaft. Oder besser gesagt eigentlich die Frauen und der Principal und ein junger Lehrer. Ohne die wäre es super geil gewesen.
Na ja im Nachhinein ist man immer schlauer.
Und schlaf wird auch überbewertet, ich bin soooooo müde. Ich bin einfach wirklich kaputt, hab jetzt seit letzten Dienstag nicht mehr richtig geschlafen. Das schlaucht. Vielleicht werde ich auch einfach alt…
Und Freitag geht es ja dann los nach Johannesburg. Von da dann nach Port Elizabeth über die Garden Route entlang der Küste nach Kapstadt.
Ob ich da dann schlaf bekomme? Ich bezweifle ist, aber schlafen kann man ja auch noch wenn man tot ist nicht wahr? Hoffen wir es mal, denn irgendwann muss ich den ganzen verpassten Schlaf ja mal nachholen ;)
Das ist das Moses Mabhida Stadion. Auf diesen Bogen kann man mit nem Lift fahren. Haben wir auch gemacht und hat man hatte eine schoene Aussicht ;)

Hier sind viele Gebaeude in diesem Baustil gebaut. Keine Ahnung was das fuer einer ist, aber so siehts hier halt aus ;)

In der ersten Reihe in der Mitte. Der, der so betruebt guckt. Das ist unser Athlet Benny. Guckt irgendwie immer so traurig ..




Das war in der O-Shaka Marine World. In diesem Wasserpark waren wir aber aus mangelnder Zeit nicht. Haette auch nur 20 Rand Eintritt gekostet, aber wir waren ja dann im Aquarium und haben eine Seehund und Delphin Show gesehen. Wollte davon auch noch Bilder hochstellen, aber irgendwie moechte die Seite nicht alle Bilder laden. Oder es liegt an unserem Internet.

Dienstag, 13. März 2012

Mein Geburtstag...20 isse jetzt!

Am 08.03. war mein Geburtstag. Jaha man altert auch in Suedafrika.
Schon komisch mal im Busch Geburtstag zu haben so ganz ohne Familie. Ohne Freunde kann ich nicht sagen, denn ich habe hier ja Leute, die ich gerne meine Freunde nenne.
Am Donnerstag Morgen gab es erstmal eine super leckeres Geburtstagsfruehstueck mit Muffins und French Toast.
Geschenke habe ich auch bekommen, dafuer nochmal ganz ganz lieben DANK an ALLE!!!
Habe auch Kuchen gebacken, den Mittwoch vor meinem Geburtstag, den wollte ich dann in der Schule ausgeben, habe ich auch, aber das backen war nicht so einfach.
Ein Handruehrgeraet oder einen Schneebesen gibt es hier nicht. Toll und wie bekommt man dann einen glatten Kuchenteig? Gute Frage...habe es dann mit dem Papruehrstab probiert..ging nicht so gut war auch richtig schwierig und anstrengend.
Connie hatte mir beim backen zugeschaut..habe ihr erklaert, dass wir in Deutschland zum umruehren ein elektrisches Geraet haben.
Sie meinte..oh warte das habe ich glaube ich auch. Was gab sie mir? Einen Puerrirstab!
Jaha genau richtig..da stand ich da und habe einen Kuchenteig mit einem Puerrirstab geruehrt.
Naja der Kuchen hat halbwegs geklappt und geschmeckt.
Am Freitag gab es dann eine Ueberraschungsparty fuer mich. Musste mich schick machen mit Kleid uns so..oh oh..und dann waren ganz viele Gaeste da.
Gab sogar einen Kuchen mit meinem Bild drauf...das Foto reich ich noch nach..versprochen ;)
Abends haben dann meine 6 Mitabenteurer auch noch fuer mich gekocht..leckere Haehnchenbrust mit Championrahmsauce und Pommes. Ziemlich,ziemlich lecker!



Sonntag, 19. Februar 2012

Back again in Kgautswane...

Und wieder einmal zurück im guten, alten Kgautswane.
Ich war eine Woche auf Zwischenseminar in Dullstroom, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Lydenburg.
Es ist mal wieder eine gewisse Zeit her, seitdem ich den letzten Blog verfasst habe, aber da meine Mitabenteurerinnen etwas fleißiger im Schreiben sind, kann man bei ihnen schon die meisten Ereignisse lesen. Daher denke ich meistens, dass es nicht notwendig ist, auch noch mal über besagte Ereignisse zu berichten.
Einen kleinen Überblick gebe ich dann aber doch mal…
So was habe ich denn so gemacht?
Die Schule ist wieder losgegangen, also sieht der Alltag meistens so aus:
Morgens geht es mit Max zur Schule bis ca. 14.30 Uhr. Danach esse ich fix Mittag, denn montags und dienstags steht dann schon unsere Sepedilehrerin auf der Matte und wartet, dass sie mit dem Unterricht beginnen kann.
Der Unterricht endet meistens so gegen 16.30 Uhr. Dann versuche ich meine Kameraden hier zum Basketball spielen zu motivieren, womit ich nicht immer bei allen Erfolg habe, aber meistens spielt doch irgendwer mit.
Dann spiele ich Basketball, manchmal spielen auch welche von unseren südafrikanischen Freunden mit.
Je nachdem wie lange wir spielen, wird noch eine Partie Tennis angeschlossen oder gleich duschen gegangen.
Da es sehr früh dunkel wird und ich meistens auch schon immer früh müde bin, ist der Tag dann meistens schon gelaufen. Vielleicht noch kurz in den Computerraum ein paar Mails checken und Essen, danach ist dann aber auch Bett angesagt.
So verläuft fast die ganze Woche, denn mittwochs haben wir noch Afrikaansunterricht.
Donnerstag machen wir dann ja meistens noch die Shoptour für das SAP-Projekt. Tja und so ist dann eigentlich nur der Freitagnachmittag ganz frei.

Was habe ich sonst so gemacht?
Wir waren in einer Platinmine und waren mit Mama Clara in einer Campinganlage zum schwimmen.
Dann gab es noch Athletikwettkämpfe an meiner Schule, also bzw. meine Schule hat daran teilgenommen, stattgefunden hat der Wettkampf woanders, kann mich aber leider nicht mehr an den Namen des Dorfes erinnern.
Richtig heiß war es an dem Tag. Da Max sich schon aufgemacht hatte in seinen „3 Wochen Urlaub“, ist Manuel mitgekommen.
Die Sonne hat wirklich gebrannt und es gab so gut wie keinen Schatten.
Daher wurden dort auch zum ersten Mal unsere Erste Hilfe Künste gefragt. Erst sind zwei Mädchen zusammengeklappt. Da war die Lage noch relativ klar, in den Schatten packen und Beine hoch.
Die Afrikaner hatten leider nicht so die Ahnung, die wollten die beiden Mädchen sogar noch mal rennen lassen.
Später ist dann aber noch einmal ein Mädchen zusammengeklappt. Manuel und ich waren eigentlich gerade am Essen und haben es nur von weitem gesehen.
Manuel meinte er geht mal hin, denn da die Afrikaner nicht so die Ahnung gezeigt hatten, wollte er mal nachschauen, ob das Mädchen auch Hilfe bekommt.
Das Mädchen lag immer noch auf dem Bauch auf dem Boden, deshalb bin ich dann auch hinterher gegangen.
Vor Ort angekommen hatte ich gemerkt, dass das Mädchen schnell atmet bzw. nicht rivhtig Luft bekommt. Daher hatte ich dann vorgeschlagen es ein bisschen aufrecht hinzusetzten. Lernt man ja, damit schön Platz da ist zum atmen. Echt ey, also Erste Hilfe Kurs schön und gut, aber wenn man dann wirklich in einer ernsten Situation ist, in der man es anwenden soll, huch dann weiß man doch nicht so genau, ob man das alles so richtig macht.
Egal, das Mädchen brauchte nun mal Hilfe, also mussten Manuel und ich einfach Handeln und so tun als hätten wir Ahnung.
Zunächst habe ich dann eine Lehrerin gefragt, ob sie das Mädchen fragen kann was es denn hat. Ob es schlecht atmen kann oder ob ihr schlecht ist. Ist immer blöd mit der Sprache, denn Englisch hat das Mädel gar nicht verstanden und daher war ich froh, dass die Lehrer wenigstens übersetzen konnten.
Als wir das Mädel dann mit stützender Hilfe aufgesetzt hatten, habe ich es erstmal versucht zu beruhigen, damit es erstmal wieder langsam und gleichmäßig atmet. Ging aber nicht so gut, sie war total schlapp und konnte noch nicht einmal von selber die Arme heben. Als Manuel und ich ihr ein bisschen Wasser geben wollten, hat sie das mit Schaum wieder ausgespuckt. Ich dachte sie müsste sich übergeben, also stabile Seitenlage her. Aber die Augen waren so komisch und sie ist uns auch fast weggeklappt. Ab da dachte ich mir okay, dass wird mir zu heavy, da muss ein Arzt her.
Also haben Manuel und ich beschlossen, dass sie schnellst möglich in eine Klinik muss oder ein Arzt oder so was sie behandeln muss, ich meine wir sind ja schließlich nur irgendwelche „Möchtegern Ersthelfer“ was sollen wir denn da groß tun?
Das Mädchen hat immer noch schlecht Luft bekommen. Bis die Lehrer dann erstmal einverstanden waren bzw. eingesehen haben, dass sie wirklich zur Klinik muss, hat es schon eine Weile und ein bisschen Überredungskunst gedauert. Ich glaube der Ernst der Lage ist denen bis heute nicht ganz klar.
Manuel hat sie dann zum Auto getragen und dann hat uns der Principal der Dipitsi Primary School zur Klinik gefahren. Die war zum Glück nur ein paar Minuten entfernt, denn auf der Fahrt hatte ich Mühe das auf meinem Schoß liegende Mädchen wach zu halten und dazu zubringen langsam und gleichmäßig versuchen zu atmen. Außerdem hat es weiterhin so komisch gesabbert.
In der Klinik angekommen, war erst mal keiner da der uns geholfen hat.
Manuel und ich von nichts eine Ahnung, wie das da abläuft und uns schicken die darein mit dem Mädel. Super!
Na endlich hat uns dann auch mal jemand war genommen. Dann sind wir mit dem Mädel zusammen in  ein kleines Zimmer und haben sie da auf eine Liege gepackt.
Zwei dicke Tanten waren da drin, die konnten sich kaum in dem Raum bewegen.
„Sauerstoffmangel hat die Gute“, ach Mensch echt? Darauf wäre ich echt jetzt nicht gekommen, sie bekommt ja auch erst seit ca. 10 Minuten nicht mehr richtig Luft.
Tja dann wollten sie ihr eine Sauerstoffmaske aufsetzten. Leider haben sie dann bemerkt, dass die Sauerstoffflasche leer ist. Natürlich achtet man auf so etwas in einer Klinik nicht vorher. Nein.
Gut, also warten bis eine neue Sauerstofflasche hergezaubert wird.
In der Zeit ist das Mädchen schon im ganzen Körper am verkrampfen. Alter so was hab ich auch noch nicht gesehen. Erst das Bein, dann der ganze Körper und die Finger haben sich gar nicht mehr gelöst. Und ganz viel Schaum kam aus dem Mund.
Die hatte den nächsten Tag bestimmt den Muskelkater ihres Lebens, krass!
Endlich hatten die zwei Tanten es dann soweit und konnten dann dem Mädel Sauerstoff geben.
Eine Infusion hat sie auch bekommen, leider hatte die Frau vom Kanüle setzen glaube ich nicht so viel Ahnung, denn das Blut spritze durch die Gegend.
Na ja und dann waren wir halt ca. einer dreiviertel Stunde bis Stunde in der Klinik und dann haben wir das Mädel schon wieder mitbekommen.
Alter, die Lehrer am Sportfeld und auch der Principal haben immer noch nicht gepeilt, dass sie hätte abnippeln können.
Weiß nicht also da verstehe ich die Afrikaner nicht…
Komisches Erlebnis war es vor allen Dingen, weil man da einfach die Verantwortung übernehmen musste.
Normalerweise war es bis jetzt immer so, dass man Eltern, Lehrer oder sonst wen rufen konnte, der erwachsen war und sich dann um das Mädchen gekümmert hätte, der gesagt hätte was zu tun ist.
Aber da mussten Manuel und ich die verantwortungsbewussten und die erwachsenen sein und handeln.
Ein anstrengender Tag!

Was war sonst noch so los?
Mmmhh, Valentinstag war am Dienstag. Hier dürfen die Kinder dann in Zivilkleidung zur Schule kommen, wenn sie möchten, anstatt in Uniform. Und normalerweise trägt man dann an diesem Tag rot und weiß.
Außerdem wünscht sich fast jeder „Happy Valentinesday“ und nicht nur Paare.

Tja und sonst sitze ich hier in der Schule, ohne Max und versuche die 4. Klässler in Mathe zu unterrichten.
Am Freitag geht es dann wieder zum nächsten Athletikwettkampf, denn 12 Schüler von unserer Schule sind weitergekommen. Hoffe da habe ich keine Erste Hilfe Erlebnisse ;).